Communities als Geldmaschine

Wie kann man mit einer Community Geld verdienen ?
Ich versuche es von dieser Seite ein wenig zu beleuchten und in dem Sinne meines Blogs auch wieder in Frage zu stellen 🙂

Level 1Erschaffung der virtuellen Gemeinschaft

Die größte Stärke des Internet liegt neben dem Informationsangebot in den Kommunikationsmöglichkeiten, die es den Nutzern bietet. Auf bequeme Weise kann jeder nach seinen Interessen mit anderen Menschen in Kontakt treten und sich austauschen.

Internet-Applikationen wie E-Mail, Chat oder Mailinglisten sind sinnvoll und sie ermöglichen den zwischenmenschlichen Kontakt. Das Konzept der Virtual Communities (deutsch: Digitale Gemeinschaften) macht sich diese sozialen Bedürfnisse zunutze.

Folgende Inhalte sollten präsent sein um eine Virtual Community entstehen zu lassen :

Punkt 1: Diskussionsforen

Sie sollten thematisch gegliedert sein und enthalten moderierte/ unmoderierte Gruppenbestandteile. Beachte : Beiträge in Foren sind nach einem bestimmten Rhythmus vergänglich und die Diskussion verläuft asynchron.

Punkt 2: Chaträume

Chaträume ermöglichen den direkten Kontakt, sie sind ein großer Anziehungspunkt in den Communities und können den Beweis für eine funktionierende Community erbringen.

Punkt 3: Gästebücher

Hier erscheinen die globalen Kommentare und Kritiken zu einer Webseite aber die Beiträge stehen meist nicht zueinander in Bezug und es ergibt sich eine schnelle und einfache Response-Möglichkeit.

Punkt 4: Anzeigesysteme

Eingeteilt in Rubriken geben sie direkte Antwortmöglichkeiten an Inserenten besitzen sie einen Chiffre als Ersatz für Klarnamen des Absenders. Hier gibt es eine begrenzte und zeitlich steuerbare Laufzeit und meist erfolgt keine Veröffentlichung der Antworten.

Punkt 5: Free E-Mail und Free Webspace inclusive Download-Bereich
(ab hier auch bezug auf Level 4)

Kostenlose Features gebündelt mit einer Unabhängig vom Provider und vom Clienten erhalten fast immer regen Response. Positiv dabei ist die Anonymisierung des Mitgliedes und wenn man mag, kann man hier individuelles Shopsystem mit integrieren. Der Inhalt einer Community beruht auf der Voraussetzung das eine Konzentration auf einen Themenschwerpunkt erfolgt.

Punkt 6: Keine Mitglieds- und Benutzungsgebühren

Zu diesem Zeitpunkt des Relaunches einer Community erhebt man keinerlei Gebühren !

Level 2 Beteiligungen in einer Community

Man nutzt die Mitglieder als Content-Lieferanten und die Kommunikation zwischen den Besuchern (und nicht zwischen dem Betreiber der Website und Besucher !) sollte gefördert werden. Damit letztendlich Inhalt und Kommunikation verschmelzen sollte die Verbreitung und Verwendung von Informationen von den Besuchern selbst stammen.

Der Betreiber der Webseite stellt lediglich die Inhalte bereit, der Anbieter steht im Hintergrund und erschafft die Plattform. Das Ziel ist es soziale Bedürfnisse zu befriedigen und den Besuchern eine Anlaufstelle zur Kommunikation mit Gleichgesinnten zu einem bestimmten Themenschwerpunkt zu bieten.

Natürlich sollte der Betreiber auch als Herausgeber fungieren und den Mitgliedern Material zur Diskussion zur Verfügung stellen .. sei es durch eigene Publikationen oder Fremdcontent. Ihm obliegt auch die Moderation dieser Plattform als auch die Kontrollfunktion im selbigen. Auch Einträge durch sogenannte Gastredner aus anderen Projekten sorgen immer meist für Zündstoff.

Level 3Das Sichern der Loyalität der Community

Dazu zählt die Beziehungen zwischen den Mitgliedern herzustellen und des weiteren die Beziehungen zwischen den Mitgliedern und dem Organisator und/oder Moderatoren der Community zu ermöglichen. Hier sollte man niemals den Aspekt der kundenspezifischen Interaktion außer Acht lassen.

Durch den Aufbau persönlicher Beziehungen in der Community werden die Mitglieder zu loyalen Mitgliedern, eine Bindung entsteht also in erster Linie durch persönliche Beziehungen der Mitglieder untereinander.
Das zu erreichende Ziel ist eine virtuelle Communitiy für Kunden mit gleichen Kaufprofilen.

Die Bereitstellung der telekommunikations- und informationstechnischen Infrastrukturen und Inhalte bewirkt noch keine erfolgreiche Etablierung von Community. Um die Ingangsetzung der angestrebten Interaktionen zu erreichen benötigt jede Community eine Mindestanzahl aktiver Mitglieder/Teilnehmer („kritische Masse“), durch die die Community am Leben gehalten wird. Ohne genügend Aktivitäten und Mitglieder entsteht die Community erst gar nicht und entwickelt nicht ihr Wachstumspotential.

Hier liegt die Herausforderung an die Organisatoren, die entstehende Community im Wachstum zu managen.

Level 4Geschäftsmöglichkeiten innerhalb einer Community

Von großem Interesse sind diese „virtuellen Gemeinschaften“ unter Gesichtspunkten wie E-Business, E-Commerce oder im Rahmen eines eigenständigen, Community-basierten Geschäftsmodells; ggf. finanziert durch Dritte (Affiliate Marketing, Sponsoring, (Werbebanner) oder die Mitglieder/Teilnehmer der Community.

Weiterhin nutzt man Communities als ergänzendes Handelsinstrument für Waren und Dienstleistungen oder als Instrument der Marktforschung (Online-Marktforschung).

Communities sind geradezu prädestiniert für gezielte Werbung, hier kommt dann die Möglichkeit eines individualisierten Shopsystems zum tragen, wobei hier die Erstellungen spezieller Kundenprofildatenbanken eine große Rolle spielt.
Hier bekommt man als Mitglied voll auf sich zugeschnittenen Informationen wie eine Auswahl bestimmter Produkte in der Form von anklickbaren Werbebannern oder die Wahl bestimmter Informationen und Funktionen über Textlinks.

Weiterhin kann man diese Produkte, Dienstleistungen oder Informationen sogenannte Gebühren für Sonderdienste erheben und dem Mitglied die Möglichkeit bieten zu einem „Premiumuser“ aufzusteigen um sich weitere exklusive Bereiche freizuschalten.
Hierdurch erhebt man eine Art Mitgliedergebühr, bestimmte Leistungen werden generell erbracht aber nur als „Premiumuser“ bekommt man die volle Power.

Fazit : Communities sind als eigenständige, profitable Geschäftsmodelle und als übergreifendes Element des e-Business: die neue Dimension für Content, Commerce und Service zu sehen.

Ich denke gerade darüber nach in wie vielen Communities ich bin
und was mich das kostet …. 😉

Bitte sagt Eure Meinung zu diesem Beitrag .. ohne Feedback ist mir langsam langweilig 😀

Euer Woxi

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3 responses to this post.

  1. Mein Freund hat recht – eür Blogg ist echt gut

    Antwort

  2. Posted by W-O-D on 2009/09/06 at 14:07

    Huhu Woxi,

    als Betreiber einer größeren Community finde ich etliche Punkte in deinem Artikel bestätigt, doch eines stört mich doch bissel.
    Communitys sollten nicht pauschal als profitables Geschäftsmodell dsargestellt werden, denn in der Regel sind sie das nicht.
    Oft genug werden Projekte aus Spass an der Sache betrieben, wie zB die Community von Wikinger Felix, und auch das Projekt Annozone lässt sich nicht von der virtuellen Geldmaschine Werbung vereinnahmen.
    Es gilt zu unterscheiden ob solch ein Projekt duch die Member getragen wird, oder durch Externe Werbeeinnahmen abgesichert wird, denn es macht schon was aus wenn Besucher nicht durch Popups oder sonstigen Blinkerkrams gestört werden.
    Um dies zu Gewährleisten sind Member durchaus bereit einen Obulus zu schmücken, doch selbst hier kann auf Freiwilligkeit gesetzt werden.
    Wem die Community am Herzen liegt, der gibt von sich aus gerne mal ein paar Taler her,
    schließlich sorgt dies dafür das der Wohlfühleffekt, sowohl beim User als auch beim Betreiber, erhalten bleibt.

    Gruß
    W-O-D (Charles)
    Webby der Annozone

    Antwort

  3. Posted by Felix on 2009/10/25 at 14:02

    Hallo Woxi,
    ich schaue mir Seiten, die nicht mit irgendwelchen Flashanimationen oder Werbepopups vollgestopft sind, wesentlich gründlicher an. Daher sollte jeder genau unterscheiden, zu welchem Zweck eine Page gemacht wurde. Ich kann mich mit Seiten kaum identifizieren, die bestrebt sind, über meine Klicks einen finanziellen Mehrwert zu generieren. Ich fühle mich dort missbraucht, weil ich das ja nicht steuern kann – außer durch Fernbleiben.
    Für mich gehört die Art, wie man eine Website betreibt zur e-Kultur. Die Kosten für Webspace und Trafic trage ich, weil ich meinen Besuchern die Inhalte zur Nutzung und zur Information wertfrei zur Verfügung stellen möchte. Insofern stimmt auch Deine These im ‚Level3‘ zur Frage der Loyalität nicht. Ich verkenne natürlich nicht, dass es ausreichend Seiten im Netz gibt, die genau dieses Ziel vertreten. Du hast das sehr genau und gründlich analysiert. Ich möchte eigenständig handelnde Leute und ich möchte Widerspruch. Nur dann lebt eine Site und findet längerfristig Anklang. Das lese ich auch als Tenor bei WOD heraus.

    Ich glaube aber, dass Du den Artikel vor einem anderen Hintergrund geschrieben hast. Nicht diese kleinen Fanseiten sind Ziel Deiner Analyse gewesen, sondern welche Auswüchse heute möglich sind und die Gefahren, die daraus entstehen können. Ich halte den gemeinen User aber für nicht so dumm, wie er mancherorts dargestellt wird. Sicherlich ist kurzfristig eine Menge Schotter zu machen. Die Betreiber von Jappy u.a. verdienen sich zurzeit eine goldene Nase. Mit der Suggestion der Social-Networks sind wir aber erst am Anfang.

    Antwort

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